Heizen wird teurer, das Gas wird knapp und erneuerbare Energien stehen hoch im Kurs: Die „Wärmewende“ ist derzeit in aller Munde. Doch was ist das eigentlich und wie können wir als Bürger:innen dazu beitragen, dass es schneller und sozial gerecht vorgeht?

Gemeinsam mit den Scientists For Future (S4F) haben wir dafür eine Seminarreihe ins Leben gerufen. Bei ‚Wärme vor zwölf‘ lernt ihr in eurer Mittagspause Spannendes rund um klimaneutrale Wärmeversorgung, Möglichkeiten der Beteiligung sowie Vor- und Nachteile von kommunaler und privater Wärmeversorgung kennen.

Alle zwei Wochen dienstags, immer von fünf vor 12 bis 13 Uhr!

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Hintergrundinfos

Wärme macht ungefähr die Hälfte unseres Endenergieverbrauchs aus. Zur Wärmeerzeugung werden jedoch weiterhin vor allem fossile Energieträger eingesetzt. Doch langsam nimmt die Wärmewende Fahrt auf: Die Bundesregierung plant gesetzlich vorzuschreiben, dass ab dem 1.1.2024 nur noch Heizungsanlagen installiert werden dürfen, die zu 65 % oder mehr mit regenerativen Energien betrieben werden. Die bisher stark verbreiteten Erdgas- und Ölheizungen dürfen dann nicht mehr eingebaut werden, auch nicht als Ersatz für ältere Anlagen. Parallel dazu werden Kommunen voraussichtlich ab 2024 zu einer kommunalen Wärmeplanung verpflichtet. Ein wesentlicher Baustein für die kommunale Wärmewende wird der Ausbau von Wärmenetzen und die Erschließung von erneuerbaren Wärmepotenzialen sein. Da die Wärmeerzeugung immer in räumlicher Nähe zum Verbrauch stattfinden muss, stehen Städte und Kommunen in besonderer Verantwortung und demenstprechend vor großen Herausforderungen. Zusätzlich hat der Angriffskrieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine ein sicherheits- und energiepolitisches Problem in den Brennpunkt des öffentlichen Interesses gerückt: die Abhängigkeit Deutschlands (und vieler Staaten der Europäischen Union) vom Import fossiler Energieträger aus der Russischen Föderation. Durch die in Folge des Erdgasembargos steigenden Preise ist das Interesse an einer erneuerbaren Wärmeversorgung nun so groß wie nie zuvor. Die Scientists For Future (S4F) gemeinsam mit BuergerBegehrenKlimaschutz laden daher zu einer Online-Seminarreihe zur Wärmewende ein. Unter dem Titel „Wärme vor zwölf“ wird alle zwei Wochen ein anderes Thema der Wärmewende auf der Agenda stehen.

Die Seminarreihe erfolgt in Zusammenarbeit mit dem S4F-Projekt „Keypoints kommunale Wärmewende“, welches unter dem Förderkennzeichen FKZ 372223V284 gefördert wird durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages. 

Anmeldung
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    Dienstag, 18. Oktober 11:55 Uhr: Wärmewende von unten

    Dienstag, 1. November 11:55 Uhr: Kommunale Wärmeplanung

    Dienstag, 15. November 11:55 Uhr: Heizen mit Holz

    Dienstag, 29. November 11:55 Uhr: Neue Wärmenetze

    Dienstag, 13. Dezember 11:55 Uhr: Wasserstoff

    Dienstag, 17. Januar 11:55 Uhr : Soziale Wärmewende

    Dienstag, 31. Januar 11:55 Uhr: Wärmepumpe

    Dienstag, 14. Februar 11:55 Uhr: Dekarbonisierung der Fernwärme

    Dienstag, 28. Februar 11:55 Uhr: Private Wärmversorgung vs. staatliche Wärmeversorgung

    Dienstag, 14. März 11:55 Uhr: Stilllegung der Gasnetze